Gemeinde St. Johannes Bottrop-Boy

C.Hruschka

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Brüder,

je näher die Kar – und Ostertage heranrücken,
desto mehr könnte die Traurigkeit wachsen über die Vorstellung, was wir alles vermissen werden.
Keine Palmprozession mit den bunten Palmstöcken der Kinder,
kein Gründonnerstagabend, mit seiner besonderen, dichten und lastenden Atmosphäre
in der Dankbarkeit über die Einsetzung der Eucharistie,
die wir momentan so schmerzlich entbehren.
Kein Karfreitag mit Verehrung des Kreuzes,
„in quo salus mundi pependit“, „an dem das Heil der Welt gehangen“.
Diese Tage des Gedenkens duchloten Glanz und Elend der menschlichen Natur.
Jubel, Freundschaft, Zeichen der Mitmenschlichkeit, aber auch die ganze Abgründigkeit
von Verrat, Verleugnung, erbärmlicher Feigheit,
und schließlich am Beispiel des still duldenden Herrn die Verlassenheit und Einsamkeit,
bis zum Tiefpunkt des Todes und der Grabesruhe.
Aber dann bricht sich an Ostern unvorstellbarer Jubel Bahn über den Sieg
über die Mächte des Todes: Auferstehung, das Leben siegt!
Alles wird in diesem Jahr anders sein, so noch nie erlebt.
Dennoch bleiben uns Möglichkeiten der Betrachtung und Verinnerlichung.
Der Herr hat gelitten, die Passion hat stattgefunden, er ist am Kreuz gestorben
und er ist auferstanden am dritten Tage.
Nur die Möglichkeiten der Vergegenwärtigung und der ganz persönlichen Aneignung
sind in diesem Kirchenjahr sehr andersartig.
Und diese sollten wir nutzen, wenn auch das eucharistische Fasten noch anhält
und wir die Gemeinschaft, die wir als Zusammenkunft erleben, entbehren.
Ich werde, zumindest zu den bisherigen Zeiten und Tagen, nun allein zelebrieren,
auch das eine neue Erfahrung.Das ist ausdrücklich erlaubt durch den Generalvikar
des Bistums Essen, das Kirchenrecht und den Vorsitzenden der Gottesdienstkongregation
Kardinal Robert Sarah.
Die Kirche hat das immer als Möglichkeit vorgesehen.
Der Priester feiert die Messe niemals privat oder allein, sondern immer mit der ganzen Kirche
und für sie. Das dient nicht seiner persönlichen Erbauung,
sondern es ist ein Akt der Stellvertretung für das ganze Volk Gottes.
Deshalb werde ich auch die bereits bestellten Messen feiern, oder nachholen, das heißt,
die Intentionen, Anliegen für Lebende und Verstorbene mit in diese Feiern hineinnehmen.
Die Beichtgelegenheit am Samstag, 4.4. muss leider entfallen.
Bleiben Sie gesund!
Clemens Hruschka
Pastor

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