Nach einer ersten Hitzewarnung für Bottrop am 18. Juni und den folgenden sehr hohen Temperaturen stand unser Gemeindefest am 27. und 28. Juni zunächst auf der Kippe. Kurzfristig bildete sich deshalb unter der Leitung von Pastor Hruschka ein kleiner Krisenstab. Gemeinsam wurde beraten, unter welchen Bedingungen das Fest dennoch stattfinden könnte. Um zusätzliche Wärmequellen zu vermeiden, wurden unter anderem die im Backofen zubereiteten „Johanneslatschen“ und Stockbrot vom Lagerfeuer sowie die Erbsensuppe von der Speisekarte gestrichen. Auch auf die Hüpfburg wurde wegen der aufgeheizten Oberflächen und der erhöhten Unfallgefahr verzichtet. Um die Helferinnen und Helfer beim Auf- und Abbau zu entlasten, wurden außerdem weder die Bühne noch die Sitzzelte aufgebaut. Hinzu kam die Sorge, dass sich unter den Zeltdächern die Hitze zu stark stauen könnte. Zusätzlich sollten mehr alkoholfreie Getränke bestellt werden, sowie eine Wasserzapfstelle und Wasserberieselungsanlagen eingerichtet. Am Ende fiel die Entscheidung einstimmig: Das Gemeindefest findet statt.
Der Auftakt am Samstag begann mit einer festlich vom Kirchenchor mitgestalteten Messe. Beim anschließenden Dämmerschoppen sorgte ein abwechslungsreiches musikalisches Programm für eine schöne und gesellige Atmosphäre. Auch der Solo-Auftritt vom Pastor Hruschka und der Kirchenchor mit einigen weltlichen Liedern trugen zum gelungenen Abend bei.
Am Sonntag ging das Fest nach der Familienmesse weiter. Besonders für die Kinder gab es ein buntes Programm. Die Erzieherinnen der St. Franziskus und St. Johannes Kindergärten hatten verschiedene Aktionen vorbereitet, Ballon-Stefan begeisterte mit seinen Ballonfiguren und die Messdiener sorgten mit Wassereis, Waffeln und Popcorn für Freude und Abkühlung. Gut angenommen wurde auch das Angebot des Vereins Schachfreunde Kirchhellen – sowohl von erfahrenen Spielern als auch von denen, die das Schachspielen kennenlernen wollten. Außerdem bereicherte Achim Kolodziej das Fest mit einem Live-Auftritt und spielte bekannte Melodien auf Saxophon und Klarinette.
Ein angenehmer Wind und der Schatten der alten Bäume, wo auch die Tische und Bänke ihren Platz gefunden haben, machten die hohen Temperaturen schließlich erträglicher als zunächst befürchtet. So wurde das Gemeindefest trotz der schwierigen Ausgangslage zu einem gelungenen Fest. Besonders erfreulich war, dass es keine hitzebedingten Zwischenfälle oder Unfälle gab.
Ein großes „Vergelts Gott“ allen Helferinnen und Helfern, die trotz schwierigen Wetterbedingungen mit ihrem engagierten Einsatz das Fest möglich gemacht haben!
Text: E. Liebers, Fotos: T. Riedel, E. Liebers




